Das Moor

Moore haben schon immer etwas lebensfeindliches, geheimnisvolles und mystisches an sich.

„O schaurig ist´s übers Moor zu gehen….“

schrieb schon Annette von Droste-Hülshoff in ihrem Gedicht.

Und in vielen Erzählungen und Kriminalromanen ist immer wieder die Rede von Moorleichen. In der Tat beherbergen die Moore zahlreiche „Leichen“. Diese liegen allerdings nicht tief im Moor, sondern auf den glitzernden Blättern des Sonnentaus. Es gibt zahlreiche Moortypen, wie Nieder- und Übergangmoor, aber das Hochmoor ist sicher das Interessanteste und zugleich das Empfindlichste. Dieses Feuchtbiotop bildet einen einzigartigen Lebensraum für ein höchst schützenswertes ,sensibles Gefüge von Flora und Fauna. Moore zu schützen ist aus verschiedenen Gründen absolut unerlässlich. Sie stellen eine enorme CO2-Senke dar, sie dienen dem Hoch- und Grundwasserschutz und sind Heimat vieler seltener Arten. Ihr Verlust wirkt sich auf den Klima- als auch für den Artenschutz sehr negativ aus Alle hier lebenden Tiere und Pflanzen haben Jahrtausende gebraucht, sich an die sehr speziellen Gegebenheiten anzupassen. Eine Vielzahl fleischfressender Pflanzen, sowie Gräser, Beeren, Moose, Zwergbirken, Heidekraut und Orchideen finden hier geeigneten Lebensraum. Tiere wie der Goldregenpfeifer, das Birkhuhn und der Kranich sind heute in Deutschland nur noch selten anzutreffen.